Hurricanes verpassen Coup um Sekunden

Scheeßel - In der Oberliga West haben die Basketballer der BG ‘89 Hurricanes eine Sensation nur um Sekunden verpasst. Gegen den hochfavorisierten Tabellenzweiten Weser Baskets Bremen/Bremen 1860 unterlag die Mannschaft von Trainer Sebastian Roy erst nach der Verlängerung denkbar knapp mit 82:83 (72:72/29:38). „Wir haben die Bremer vor große Probleme gestellt“, erklärte Roy.

Außenspieler Hauke Sievers äußerte sich trotz der Enttäuschung positiv: „Es ist natürlich schade, dass wir uns nicht belohnt haben, aber das war ein tolles Spiel.“ Dabei sah es noch zur Halbzeit nach dem erwarteten Spielverlauf aus. Die Gastgeber gingen mit neun Punkten Vorsprung in die Kabine. Doch die Hurricanes kamen mit Dampf aus der Pause und drehten im dritten Viertel die Partie fulminant. Mit 25:10 entschieden die Gäste den Abschnitt für sich und lagen daher vor dem Schlussabschnitt mit 54:48 in Führung.

Der letzte Durchgang entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, bei dem das Roy-Team fünf Sekunden vor der Schlusssirene noch mit 72:70 in Front lag. Doch nach einer Auszeit der Bremer gelangen Alireza Bashiri die entscheidenden zwei Zähler zur Overtime. Kurioser Aspekt war dabei, dass dies die einzigen Punkte in der kompletten Partie für Bashiri waren. Ansonsten hatte die Hurricanes-Defensive den etatmäßigen Topscorer der Gastgeber voll und ganz im Griff.

In der Verlängerung wogte die Partie weiterhin hin und her. Die Hurricanes starteten zunächst besser, als Robert Wohlberg beim Dreierversuch gefoult wurde und anschließend alle drei Freiwürfe verwandelte. Doch die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten: Beim Zwischenstand von 77:75 für die Gäste startete Bremen einen 7:0-Lauf. Die Hurricanes kamen zwar noch einmal heran, konnten diesen Rückstand aber nicht mehr aufholen, sodass die Weser-Baskets das Parkett als Sieger verließen.

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