WNBL: Niederlagen überschatten Moritz-Comeback

Der Ton bei den Junior Hurricanes wird rauer – vor allem untereinander. Nachdem es für die U 18-Basketballerinnen an ihrem Doppelspieltag zwei Niederlagen setzte, sprachen die Mimik und Gestik von Coach Helge Eggers Bände. „Hört endlich auf zu träumen! Das hier ist Bundesliga“, hatte er noch während der Partie gegen Alba Berlin versucht, seine Mannschaft aufzuwecken – erfolglos. Die Hurricanes kassierten eine 59:78 (32:45)-Heimniederlage. Bereits am Freitagabend hatten sie sich mit 51:65 (20:32) zu Hause gegen die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel geschlagen geben müssen.

Junior Hurricanes - Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel 51:65 (20:32). „Ein ganz schwaches Spiel“, wie Eggers berichtete, zeigten beide Teams. „Gefühlt saßen die Spielerinnen noch in der Schule oder standen im Stau“, sagte er. Letztlich seien es die Drei-Punkte-Würfe gewesen, die das Spiel entschieden hätten. „Wir haben diese leider nicht verteidigt bekommen“, bedauerte Eggers. Daran änderte auch das Comeback von Louisa Moritz, die lange Zeit krank gefehlt hatte, nichts mehr.

Junior Hurricanes - Alba Berlin 59:78 (32:45). Es war ein Spiel mit einigen Höhepunkten, in dem den Junior Hurricanes nur wenig gelingen sollte. Bestes Beispiel: Genevive Wedemeyer, Hauptscorerin der Hurricanes, hatte bis zur Halbzeit eine Trefferquote von null Prozent aus dem Spiel heraus. Letztlich erzielte die Aufbauspielerin aber noch 18 Punkte, zehn davon per Freiwurf. Doch auch diese verhinderten die Niederlage nicht mehr.

„Wir waren schlicht und einfach physisch unterlegen“, bedauerte Coach Eggers. Ihre körperliche Überlegenheit wussten die Berlinerinnen gekonnt auszuspielen. Sie schmissen sich in jeden Ball. „Wenn man bedenkt, wie oft die auf dem Boden lagen ... Naja, uns hat das Kämpferische einfach gefehlt“, so Eggers. Dabei wäre genau das so wichtig für die Junior Hurricanes, um mal wieder zu punkten. „Wir müssen jetzt definitiv in den Kampfmodus kommen“, fordert der Coach. Er hofft darauf, dass mit Lotta Stach bald eine Leistungsträgerin wieder ins Team rückt, die den Ton angibt. Aktuell kuriert der Guard noch einen Bänderriss aus. Eggers verlangt, dass sein Team anfange, eine gewisse Grundaggressivität an den Tag zu legen – „auch im Verhalten untereinander“. Dafür nehme er auch gerne in Kauf, dass der Ton innerhalb der Mannschaft rauer werde.

(Rotenburger Kreiszeitung)

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